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Hochbetrieb am Nieblumer Strand

Spiel und Spaß im Landeszeltlager der schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehren

Nieblum: Für die Organisatoren war es eine logistische Höchstleitung, das Landeszeltlager der schleswig-holsteinischen Landesjugendfeuerwehren im Nieblumer Falkenlager auf die Beine zu stellen und pannenlos über die Bühne zu bringen. Über 700 Mädchen und Jungen im Alter zwischen zehn und 17 Jahren von zwei Hamburger Jugendfeuerwehren und 35 aus Schleswig-Holstein nahmen an diesem Lager teil, das ihr Landesverband alle vier Jahre ausrichtet.

Für den Stab, bestehend aus Mitgliedern der Jugendfeuerwehr-Leitung und den Kreis-Jugendwarten, der von den Helfern des Zeltlagervereins tatkräftig unterstützt wurde, war das wichtigste Ziel, dass die Jugendlichen aus dem ganzen Land miteinander in Kontakt kommen und dabei die Kameradschaft vertiefen konnten. Auf dem Platz am Nieblumer Strand waren mehrere Zeltdörfer aufgebaut, deren Bewohner sich jeweils aus mehreren Jugendfeuerwehrgruppen zusammensetzten.

„Wir haben ein buntes Programm vorbereitet, das sich nicht nur mit Themen der Feuerwehr beschäftigt“, betonte der stellvertretende Landesjugendwart Rüdiger König. Künstlerische und handwerkliche Kurse wurden angeboten, eine Lagerolympiade organisiert und natürlich regelmäßige Wattführungen, bei denen die Jugendlichen den Lebensraum Wattenmeer kennenlernen konnten. Schließlich wurde die Insel bei einem Orientierungsmarsch erkundet, wobei dem Feuerwehrnachwuchs auch die Möglichkeit geboten wurde, auf eigene Faust loszuziehen.

König fungierte während des Zeltlagers auch als einer der Redakteure der Lagerzeitung „Watt geiht?“. An jedem Tag erschien eine mindestens 14-seitige Ausgabe, die nicht nur den einzelnen Gruppen die Möglichkeit bot, sich kurz vorzustellen, sondern auch die Ereignisse des Lagerlebens und die verschiedenen Veranstaltungen kommentierte und unterschiedlichste Facetten der Insel Föhr vorstellte. So wurde unter anderem berichtet, dass Dr. Matthias Badenhop, Staatssekretär im Sozialministerium, eine Stippvisite ins Falkenlager unternommen hatte.

Auch der Föhrer Feuerwehrnachwuchs profitierte von der Veranstaltung der Landesjugendfeuerwehr. Die Jugendlichen bekamen die Möglichkeit, die Leistungsspange zu erwerben. „Die Leistungsspange ist der Gesellenbrief der Jugendfeuerwehr“, erläuterte Rüdiger König. Die Abnahme war ausschließlich für die Insulaner ausgeschrieben worden und stellte einen Dank für die Unterstützung bei der Vorbereitung der Lagerwoche dar.

In drei Gruppen stellten sich insgesamt 22 junge Insulaner der Prüfung, bei der es fünf Disziplinen zu absolvieren galt. „Die Föhrer haben sich gut vorbereitet“, konstatierte König, nachdem die Jugendlichen einen Löschangriff, einen Staffellauf, eine Schnelligkeitsübung sowie Kugelstoßen absolviert hatten. Auch im theoretischen Teil, bei dem es galt, Fragen aus dem Bereich der Feuerwehr und des Allgemeinwissens zu beantworten, zeigte sich der Nachwuchs gut informiert und konnte dann von den Prüfern mit der Leistungsspange belohnt werden.

 Quelle: shz.de / Der Inselbote

15. Juli 2019 11:46 Uhr. Alter: 38 Tage