Vorsorge für große Unfälle: 100 Helfer übten Aufbau eines Verbandplatzes
DRK Bereitschaft Niebüll beteiligt sich an Übung
Am 5. März 2011 übten rund 100 Beteiligte in der Husumer Messehalle den Aufbau eines Versorgungsplatzes für Verletzte bei einer Katastrophe oder einem schweren Unglück. Der sogenannte "Behandlungsplatz für 25 Personen" (BHP 25) wird eingesetzt, wenn etwa nach Bus- oder Zugunfällen mit mehr Verwundeten zu rechnen ist, als die regionalen Krankenhäuser versorgen können.
Für die Übung wurden zwei BHP 25 aus den Kreisen Nordfriesland und Dithmarschen zusammengelegt, um die Versorgung von bis zu 50 verletzten Personen zu simulieren.
Der Leiter des nordfriesischen Rettungsdienstes, Jens-Peter Lindner, hatte die Übung initiiert. Zu Beginn erläuterte er deren Ziele: Die BHP
25 sollten möglichst schnell aufgebaut und eine große Anzahl von Verletzten lückenlos registriert werden. Gleichzeitig sollten die Zusammenarbeit zwischen Hilfsorganisationen und Rettungsdiensten aus Nordfriesland und Dithmarschen geübt und die Verwendung von aufblasbaren Zelten, deren Einrichtung zur Versorgung sowie entsprechende Patientenregistrierungssysteme demonstriert werden.
Zu den 100 Einsatzkräften gehörten Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes beider Kreise, darunter auch eine Gruppe von Sylt, der DLRG, des THW aus Dithmarschen und des nordfriesischen Rettungsdienstes. Als Beobachter waren unter anderem Vertreter aus dem Kreis Schleswig-Flensburg, von der Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein und vom DRK Pellworm vor Ort. Sie zeigten sich vom Geschehen beeindruckt.
Am Ende der vierstündigen Übung zog Gesamtleiter Jürgen Bohnert vom Kreis Nordfriesland bei Kaffee und Kuchen ein positives Fazit: "Die Zusammenarbeit klappt, das "rettende Netz für Großschadenslagen" ist sicher gespannt."
Quelle: Pressemitteilung des Kreises Nordfriesland